Prostatakrebs — Früherkennung, Symptome und Behandlung
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Österreich. Wird er früh erkannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein gesunder Lebensstil können dazu beitragen, das Risiko zu senken.
Inhalt
Was ist Prostatakrebs?
Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse beim Mann, die unterhalb der Harnblase liegt. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung der Samenflüssigkeit. Beim Prostatakrebs vermehren sich Zellen in diesem Bereich unkontrolliert. In manchen Fällen kann sich der Krebs auch auf andere Körperregionen ausbreiten. In vielen Fällen wächst Prostatakrebs langsam und verursacht lange Zeit keine Beschwerden, weshalb er häufig über Jahre unbemerkt bleibt. Früh erkannt ist er jedoch gut behandelbar.
Hinweis:
Männer ab 45 Jahren sollten regelmäßig zur Prostatavorsorge gehen.
Symptome – Frühzeichen erkennen
In frühen Stadien verursacht Prostatakrebs meist keine Beschwerden. Folgende Symptome können auf eine Erkrankung hinweisen:
häufiger oder erschwerter Harndrang
schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
Schmerzen im Becken, Rücken oder bei der Ejakulation
Erektionsprobleme
Treten diese Beschwerden auf, suchen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zur Abklärung auf. Auch gutartige Prostatavergrößerungen können ähnliche Symptome verursachen.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig bekannt, aber bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko:
Alter: Über 70 % der Betroffenen sind älter als 65 Jahre.
familiäre Belastung: Wenn Vater oder Bruder betroffen sind, ist das eigene Risiko erhöht.
Ernährung: Fettreiche, fleischreiche und ballaststoffarme Kost kann das Risiko erhöhen.
Bewegungsmangel und Übergewicht
Alkohol- und Nikotinkonsum
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung wirken vorbeugend und stärken die allgemeine Gesundheit.
Früherkennung und Diagnose
Ärztliche Vorsorgeuntersuchung
Ab dem 45. Lebensjahr wird eine jährliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen, bei familiärem Risko bereits ab 40 Jahren. Diese umfasst:
PSA-Test (Prostata-spezifisches Antigen): Blutuntersuchung zur Früherkennung möglicher Veränderungen
Ultraschall der Prostata (bei Bedarf)
Kosten
Der PSA-Test kann helfen, Prostatakrebs frühzeitig zu erkennen. Allerdings kann ein erhöhter Wert auch andere Ursachen haben. An und für sich ist der PSA-Test eine Wahlleistung. Bei medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten dafür von der BVAEB übernommen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die geeignete Therapie hängt vom Stadium des Tumors, seiner Aggressivität sowie vom Alter und Gesundheitszustand des Patienten ab.
Häufige Behandlungsformen
aktive Überwachung:
Bei langsam wachsenden Tumoren und älteren Patienten.
Operation (Prostatektomie):
Entfernung der Prostata, meist minimal-invasiv.
Strahlentherapie:
Bestrahlung des Tumors von außen oder innen (Brachytherapie).
Hormontherapie:
Senkt den Testosteronspiegel, um das Tumorwachstum zu bremsen.
Chemotherapie oder Immuntherapie:
Bei fortgeschrittener Erkrankung.
Je nach Behandlungsform können Nebenwirkungen auftreten. Ihr Behandlungsteam informiert Sie ausführlich über mögliche Auswirkungen und Unterstützungsangebote.
Ziel jeder Behandlung: Heilung, Lebensqualität und Erhalt der Blasen- und Sexualfunktion.
Lebensstil und Nachsorge
Nach einer Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Unterstützend können helfen:
Bewegung und Training:
Erhalten Kraft und fördern das Wohlbefinden.
gesunde Ernährung:
Mediterrane Kost mit viel Obst, Gemüse, Fisch und Olivenöl.
psychologische Unterstützung:
Hilfe bei Angst, Partnerschaft und Lebensqualität.
Rehabilitationsmaßnahmen der BVAEB:
Unterstützung bei Genesung und Rückkehr in den Alltag.
Tipp: Entspannungstechniken und soziale Kontakte fördern den Heilungsprozess.