Erkrankungen frühzeitig entdecken, effizient behandeln und Folgeschäden vermeiden.
Inhalt
Was bedeutet Krebsvorsorge?
Krebsvorsorge umfasst zwei Bereiche:
- Primäre Prävention: Maßnahmen, die helfen, Krebs möglichst zu vermeiden – z.B. Nikotinverzicht, ausgewogene Ernährung oder regelmäßige Bewegung.
- Sekundäre Prävention (Früherkennung): Regelmäßige Untersuchungen, die Krebs oder dessen Vorstufen möglichst früh erkennen – z.B. Mammografie oder Darmspiegelung.
Ziel:
Unsere Leistungen zur Krebsvorsorge im Detail
Brustkrebs
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Österreich. Wird er früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Durch regelmäßige Vorsorge, einen gesunden Lebensstil und moderne Behandlungsmöglichkeiten kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.
Darmkrebs
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Wird er früh erkannt, sind die Heilungschancen in vielen Fällen sehr gut. Regelmäßige Vorsorge, Aufmerksamkeit für mögliche Warnzeichen und ein gesunder Lebensstil können das Risiko deutlich senken.
Hautkrebs
Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen. Durch Aufmerksamkeit und regelmäßige Kontrolle kann Hautkrebs früh erkannt und in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden.
Prostatakrebs
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Österreich. Wird er früh erkannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein gesunder Lebensstil können dazu beitragen, das Risiko zu senken.
Wer sollte zur Vorsorge gehen?
- Alle Personen ab einem gewissen Alter oder mit Risikofaktoren – z.B. familiäre Vorbelastung, Nikotinkonsum, Übergewicht.
- Spezielle Vorsorgeprogramme gelten z.B. für Frauen (Brustkrebs‑Screening) oder ältere Personen (Darmkrebsvorsorge).
Welche Untersuchungen sind relevant?
| Krebsart | Untersuchung | Intervall | Zielgruppe |
| Brustkrebs | Mammografie Selbstabtastung der Brust | alle 2 Jahre monatlich | Frauen zwischen 45 und 74 Jahren alle |
| Darmkrebs | Stuhltest oder Darmspiegelung (Koloskopie) | alle 10 Jahre (Koloskopie) | Personen ab 45 Jahren |
| Gebärmutterhalskrebs | PAP‑Test | nach ärztlicher Empfehlung | Frauen ab 20 Jahren |
| Prostatakrebs | PSA-Test | jährlich | Männer ab 45 Jahren |
| Hautkrebs | Hautcheck bei Hautärztin/Hautarzt Selbstuntersuchung | jährlich halbjährlich | alle |
Die individuelle Empfehlung ihrer Ärztin oder ihres Arztes kann je nach persönlicher Situation abweichen.
Woran erkenne ich ein Risiko?
Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen:
- Rauchen oder langjähriger Nikotinkonsum
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung (z.B. hoher Fleisch‑ und Zuckerkonsum)
- Familiäre Krebsvorgeschichte
- Chronische Entzündungen
- Hormonelle Einflüsse
- Intensive Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Sonnenschutz
Was kann ich selbst vorbeugend tun?
Nikotinfrei leben:
Der größte vermeidbare Risikofaktor für viele Krebsarten
Gesund essen und bewegen:
Viel Gemüse, Obst, Vollkorn, wenig Zucker und verarbeitetes Fleisch
Sonnen‑ und Hautschutz:
Sonnenschutzmittel verwenden, Sonnenbrände vermeiden
Alkohol in Maßen:
Übermäßiger Konsum erhöht das Risiko
Vorsorge aktiv wahrnehmen:
Regelmäßige Kontrollen wahrnehmen – sie sind meist kostenlos
Schutzimpfungen:
HPV-Impfung, Hepatitis B-Impfung
Wann und wie nehme ich Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch?
Mit Ihrer e‑card können Sie an gesetzlich organisierten Screening‑Programmen teilnehmen. Einladungen erfolgen teilweise automatisch per Brief oder über Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt. Sie können sich auch selbst zur Vorsorge anmelden.
Nutzen Sie auch die jährliche Vorsorgeuntersuchung der BVAEB. Sie umfasst wichtige Maßnahmen zur Krebsfrüherkennungen.
Häufige Fragen (FAQ)
- Kostet mich die Krebsvorsorge etwas?
Die Basis‑Vorsorgeprogramme der gesetzlichen Sozialversicherung sind kostenlos. Bei Wahlärztinnen oder Wahlärzten können Kosten entstehen.
- Muss ich eingeladen werden, um teilzunehmen?
Nein. Sie können sich jederzeit selbst für Vorsorgeuntersuchungen anmelden.
- Was ist, wenn ich unsicher bin, welche Untersuchungen sinnvoll sind?
Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt berät Sie individuell, welche Untersuchungen für Sie wichtig sind.
- Sind Vorsorgeuntersuchungen immer zuverlässig?
Früherkennungsuntersuchungen verbessern die Chancen, Krebs früh zu entdecken. Sie bieten jedoch keine hundertprozentige Sicherheit. Bei Beschwerden sollten Sie auch unabhängig von Screening-Terminen ärztlichen Rat einholen.