Inhalt
Wer ist gefährdet?
Besonders gefährdet sind:
- Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und einer Neigung zu Sonnenbrand
- Kinder und Personen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, wie etwa im Freien arbeitende Menschen
- Menschen mit einer familiären Vorbelastung oder einer hohen Zahl ungewöhnlicher Muttermale
Selbstuntersuchung der Haut
Ein entscheidender Schritt zur Früherkennung ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut.
Es wird empfohlen, die Haut mindestens zweimal jährlich systematisch zu untersuchen – vom Kopf bis zu den Fußsohlen, von vorne und von hinten.
Achten Sie besonders auf folgende Veränderungen:
- Muttermale, die sich in Farbe, Größe oder Form verändert haben
- asymmetrische oder unregelmäßige Begrenzungslinien
- raue oder schuppige Oberflächen (manchmal spürbar, bevor sie sichtbar sind)
- mehrfarbige Muttermale
- Muttermale, die bluten oder nässen
- Wunden, die nicht heilen
Hautuntersuchung durch die Ärztin/den Arzt
Falls Sie Veränderungen an Ihrer Haut bemerken, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf. Nicht alle Hautveränderungen sind mit bloßem Auge erkennbar oder richtig einzuschätzen. Unabhängig von akuten Auffälligkeiten wird eine regelmäßige Hautuntersuchung bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt empfohlen.
Die individuellen Kontrollintervalle sollten je nach persönlichem Risikoprofil gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt festgelegt werden.
Hautgesundheit und Sonnenschutz
Der wichtigste Schutz vor Hautkrebs ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne. Beachten Sie folgende Tipps:
meiden Sie die Sonne in den Mittagsstunden (zwischen 11 und 15 Uhr)
schützen Sie besonders empfindliche Stellen wie Kopf, Stirn, Augenlider und Schultern
tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) und erneuern Sie den Schutz regelmäßig
verwenden Sie auch schützende Kleidung und eine Kopfbedeckung
achten Sie darauf, sich 30 Minuten bevor Sie sich der Sonne aussetzen einzucremen und vergessen Sie nicht regelmäßig nachzucremen
Beachten:
Je heller die Haut, desto empfindlicher reagiert sie auf UV-Strahlung. Die sogenannte Eigenschutzzeit beschreibt die Zeitspanne, in der sich die Haut ohne Sonnenschutz selbst vor einem Sonnenbrand schützen kann. Sehr helle Hauttypen haben beispielsweise nur eine sehr kurze Eigenschutzzeit von etwa 5-10 Minuten.
Um die Haut über diese Zeit hinaus zu schützen, empfiehlt sich die Verwendung eines Sonnenschutzmittels. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie stark eine Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt und sie lange die Eigenschutzzeit dadurch verlängert werden kann.
Hinweis: Eine gesunde Bräune gibt es nicht. Jede Bräunung der Haut ist bereits ein Zeichen dafür, dass UV-Strahlung die Haut geschädigt hat.
Schutz für Kinder
Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Hier sind besondere Schutzmaßnahmen notwendig:
- Kinder sollten niemals der prallen Sonne ausgesetzt werden
- suchen Sie schattige Plätze und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
- achten Sie auf geeignete Kleidung, besonders Kopfbedeckung und Nackenschutz
Häufige Fragen (FAQ)
- Wie erkenne ich, ob ein Muttermal gefährlich ist?
Achten Sie auf Veränderungen in Farbe, Größe oder Form, unregelmäßige Ränder, raue Oberfläche, Blutungen oder Nässen. Wenn ein Muttermal nicht heilt, lassen Sie es von der Ärztin oder vom Arzt untersuchen.
- Was sind UV-Strahlen?
Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) sind unsichtbare Strahlen der Sonne, welche Haut und Augen schädigen können, aber für die Vitamin D-Bildung wichtig sind.
- Wie oft sollte ich meine Haut selber auf Hautkrebs untersuchen?
Untersuchen Sie Ihre Haut mindestens zweimal jährlich von Kopf bis Fuß und vorne wie hinten. Bei Auffälligkeiten suchen Sie schnell eine Ärztin oder einen Arzt auf.
- Sind Solarien genauso gefährlich wie die Sonne?
Ja, Solarien erhöhen das Risiko für Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung. Vermeiden Sie sie.
- Wie kann ich meine Kinder vor Hautkrebs schützen?
Kinder sollten der prallen Sonne nicht ausgesetzt sein. Verwenden Sie Sonnenschutz mit hohem LSF und kleiden Sie sie in schützende Kleidung, einschließlich einer Kopfbedeckung.
- Wie sieht die Untersuchung bei der Hautärztin bzw. beim Hautarzt aus?
Beim Hautarzt erfolgt die Untersuchung meist mit der digitalen Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie), bei der die Hautoberfläche und tiefere Schichten mit einer speziellen Kamera und Lupe genau betrachtet werden, um mögliche Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen.