Hautkrebs — Vorsorge, Risiken und Früherkennung

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen. Durch Aufmerksamkeit und regelmäßige Kontrolle kann Hautkrebs früh erkannt und in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden. 

Inhalt

    Wer ist gefährdet?

    Besonders gefährdet sind:

    • Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und einer Neigung zu Sonnenbrand
    • Kinder und Personen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, wie etwa im Freien arbeitende Menschen
    • Menschen mit einer familiären Vorbelastung oder einer hohen Zahl ungewöhnlicher Muttermale

    Selbstuntersuchung der Haut

    Ein entscheidender Schritt zur Früherkennung ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut.
    Es wird empfohlen, die Haut mindestens zweimal jährlich systematisch zu untersuchen – vom Kopf bis zu den Fußsohlen, von vorne und von hinten.
    Achten Sie besonders auf folgende Veränderungen:

    • Muttermale, die sich in Farbe, Größe oder Form verändert haben
    • asymmetrische oder unregelmäßige Begrenzungslinien
    • raue oder schuppige Oberflächen (manchmal spürbar, bevor sie sichtbar sind)
    • mehrfarbige Muttermale
    • Muttermale, die bluten oder nässen
    • Wunden, die nicht heilen

    Hautuntersuchung durch die Ärztin/den Arzt

    Falls Sie Veränderungen an Ihrer Haut bemerken, suchen Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt auf. Nicht alle Hautveränderungen sind mit bloßem Auge erkennbar oder richtig einzuschätzen. Unabhängig von akuten Auffälligkeiten wird eine regelmäßige Hautuntersuchung bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt empfohlen.

    Die individuellen Kontrollintervalle sollten je nach persönlichem Risikoprofil gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt festgelegt werden.

    Hautgesundheit und Sonnenschutz

    Der wichtigste Schutz vor Hautkrebs ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne. Beachten Sie folgende Tipps:

    Beachten:

    Je heller die Haut, desto empfindlicher reagiert sie auf UV-Strahlung. Die sogenannte Eigenschutzzeit beschreibt die Zeitspanne, in der sich die Haut ohne Sonnenschutz selbst vor einem Sonnenbrand schützen kann. Sehr helle Hauttypen haben beispielsweise nur eine sehr kurze Eigenschutzzeit von etwa 5-10 Minuten.
    Um die Haut über diese Zeit hinaus zu schützen, empfiehlt sich die Verwendung eines Sonnenschutzmittels. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie stark eine Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt und sie lange die Eigenschutzzeit dadurch verlängert werden kann.

    Hinweis: Eine gesunde Bräune gibt es nicht. Jede Bräunung der Haut ist bereits ein Zeichen dafür, dass UV-Strahlung die Haut geschädigt hat.

    Schutz für Kinder

    Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Hier sind besondere Schutzmaßnahmen notwendig:

    • Kinder sollten niemals der prallen Sonne ausgesetzt werden
    • suchen Sie schattige Plätze und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
    • achten Sie auf geeignete Kleidung, besonders Kopfbedeckung und Nackenschutz

    Häufige Fragen (FAQ)