Eine frühe Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten deutlich.
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Was ist Brustkrebs?
Brustkrebs (Mammakarzinom) entsteht, wenn sich Zellen in der Brust unkontrolliert vermehren. Diese bösartigen Zellen können in umliegendes Gewebe einwachsen oder sich über die Blut- und Lymphbahnen im Körper ausbreiten.
Brustkrebs kann Frauen in jedem Alter treffen. Das Risiko steigt jedoch mit zunehmendem Alter, besonders ab dem 45. Lebensjahr. In seltenen Fällen können auch Männer betroffen sein.
Wichtig:
Symptome – Warnzeichen ernst nehmen
Nicht jeder Knoten bedeutet Krebs. Etwa 90% aller Veränderungen an der Brust sind gutartig. Trotzdem sollten Veränderungen immer ärztlich abgeklärt werden.
Typische Anzeichen können sein:
tastbarer Knoten oder Verhärtung in der Brust oder Achselhöhle
Veränderung der Brustform oder -größe
Hautveränderungen (Einziehungen, Rötung, Orangenhaut)
eingezogene Brustwarze oder Absonderung aus der Brustwarze
Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
Tipp:
Regelmäßiges Selbstabtasten kann helfen, Veränderungen früh zu bemerken. Ideal ist der Zeitraum zwischen dem 5. und 7. Tag nach der Monatsblutung. Nach den Wechseljahren empfiehlt sich ein fixer Tag im Monat.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache von Brustkrebs ist nicht vollständig bekannt. Verschiedene Faktoren können das Risiko erhöhen:
- höheres Lebensalter
- hormonelle Einflüsse (z.B. Hormonersatztherapie)
- Bewegungsmangel, Übergewicht
- Alkohol- und Nikotinkonsum
- früher Beginn der Menstruation / späte Menopause
- Kinderlosigkeit oder erste Schwangerschaft nach dem 30. Lebensjahr
- familiäre Vorbelastung (z.B. BRCA1-/BRCA2-Gendefekt)
Nicht jeder Risikofaktor führt automatisch zu einer Erkrankung.
Vorsorge und Früherkennung
Die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung ist die Mammografie. Dabei wird die Brust mit einem speziellen Röntgenverfahren untersucht.
Österreichisches Brustkrebs-Screening-Programm:
- Zielgruppe: Frauen zwischen 45 und 74 Jahren
- Intervall: alle 24 Monate
- Einladung automatisch per Brief (alternativ freiwillige Anmeldung ab 40 Jahren)
Zusätzlich empfohlen:
- Monatliche Selbstuntersuchung der Brust
- Regelmäßige ärztliche Tastuntersuchung
Teilnahme am Brustkrebs-Screening ist kostenlos und erfolgt mit der e-card.
Mehr unter: www.brustkrebsfrueherkennung.at
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie wird individuell abgestimmt. Sie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, der Art des Tumors und den persönlichen Voraussetzungen.
Häufige Behandlungsformen
Operation:
Entfernung des Tumors – brusterhaltend oder vollständige Entfernung der Brust (Mastektomie)
Strahlentherapie:
Zerstörung verbliebener Krebszellen
Chemotherapie:
Medikamente zur Bekämpfung schnell wachsender Tumorzellen
Hormontherapie:
Blockiert wachstumsfördernde Hormone bei hormonabhängigen Tumoren
Zielgerichtete Therapie und Immuntherapie:
Greifen gezielt Krebszellen an und schonen gesundes Gewebe
Je nach Behandlung können Nebenwirkungen auftreten. Das Behandlungsteam informiert umfassend über mögliche Auswirkungen und Unterstützungsangebote.
Nach abgeschlossener Therapie sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Lebensstil und Selbstfürsorge
Ein gesunder Lebensstil unterstützt die Vorbeugung und Genesung:
ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen
regelmäßige Bewegung - mindestens 150 bis 300 Minuten moderates oder 75 bis 150 Minuten intensives Ausdauertraining pro Woche (z.B. gemütliches oder schnelles Radfahren) und muskelkräftigende Übungen an zwei oder mehr Tagen in der Woche
Alkohol möglichst vermeiden und Nikotinverzicht
Stress reduzieren, auf ausreichenden Schlaf achten
soziale Unterstützung und psychologische Beratung annehmen
Tipp: Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen bieten wertvolle Begleitung im Alltag.
Unterstützung durch die BVAEB
Die BVAEB unterstützt Betroffene mit:
Vorsorge- und Früherkennungsangeboten
Kostenübernahme für Screening-Untersuchungen
Rehabilitations- und Nachsorgeprogrammen
Psychologischer und sozialer Betreuung
Häufige Fragen (FAQ)
- Ist Brustkrebs heilbar?
Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen in vielen Fällen sehr gut.
- Soll ich meine Brust regelmäßig selbst untersuchen?
Ja, einmal im Monat. Am besten zwischen dem 5. und 7. Tag nach der Monatsblutung.
- Ab wann ist eine Mammografie sinnvoll?
Empfohlen wird die Teilnahme am Screening-Programm ab 45 Jahren.
- Können Männer auch Brustkrebs bekommen?
Ja, wenn auch selten. Tastbare Veränderungen sollten ehestmöglich ärztlich abgeklärt werden.
- Ist eine Mammografie schmerzhaft?
Die Untersuchung kann kurzzeitig unangenehm sein, dauert jedoch nur wenige Minuten.
- Bedeutet ein auffälliger Befund automatisch Krebs?
Nein. Auffällige Ergebnisse müssen weiter abgeklärt werden, bedeuten aber nicht automatisch eine Krebserkrankung.