Diabetes Mellitus Typ 2 – früh erkennen und vorbeugen

Der Körper benötigt Zucker, genauer gesagt Glukose, als Energielieferant. Damit der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangen kann, ist das Hormon Insulin notwendig. Ist dieser Vorgang gestört, steigt der Blutzuckerspiegel. 

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Die häufigste Form von Diabetes ist der Diabetes Typ 2.

Inhalt

    Was passiert bei Diabetes Typ 2?

    Bei Diabetes Typ 2 wirkt das Insulin im Körper zunehmend schlechter. Dadurch wird der Zucker nicht mehr ausreichend in die Körperzellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt. Man spricht hier von einer Insulinresistenz.

    Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen, indem sie mehr Insulin produziert. Zunächst gelingt das, sodass der Blutzuckerspiegel noch im Normbereich bleibt. Mit der Zeit kann die Bauchspeicheldrüse den steigenden Bedarf jedoch nicht mehr ausreichend decken. Im Verhältnis zum Bedarf des Körpers steht zu wenig Insulin zur Verfügung und der Blutzuckerspiegel steigt.

    Prädiabetes

    Ist der Blutzuckerspiegel bereits erhöht, aber noch nicht so hoch, dass die Kriterien für einen Diabetes erfüllt sind, spricht man von Prädiabetes. Dieser Zustand ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, später einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln.

    Prädiabetes tritt häufig in Verbindung mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auf. Die Kombination dieser Faktoren nennt man auch „metabolisches Syndrom“.

    Wird Prädiabetes früh erkannt, lässt sich das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil deutlich senken. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine Gewichtsreduktion spielen dabei eine wichtige Rolle.

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    Diabetes erkennen

    Diabetes Typ 2 und Prädiabetes werden anhand von Blutzuckerwerten festgestellt. Dafür stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung, darunter der Nüchternblutzucker, der Gelegenheitsblutzucker, der HbA1c-Wert und der orale Glukosetoleranztest (oGTT).

    Der Nüchternblutzucker wird nach einer bestimmten Zeit ohne Nahrungsaufnahme gemessen.

    Beim Gelegenheitsblutzucker erfolgt die Messung unabhängig davon, wann zuletzt gegessen wurde.

    Der HbA1c-Wert wird auch als Langzeitblutzucker bezeichnet. Er gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der vergangenen zwei bis drei Monate.

    Beim oralen Glukosetoleranztest (oGTT) wird untersucht, wie der Körper Zucker verarbeitet. Dazu wird eine Zuckerlösung getrunken und anschließend der Blutzucker erneut gemessen.

    Symptome und Warnsignale ernst nehmen

    Diabetes Typ 2 entwickelt sich häufig über Jahre und verursacht anfangs oft keine Beschwerden. Gerade deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Sie können erhöhte Blutzuckerwerte oder einen Prädiabetes erkennen, bevor Beschwerden auftreten.

    Achten Sie dennoch besonders auf folgende Warnsignale:

    Treten diese Beschwerden häufiger auf, lassen Sie Ihren Blutzucker ärztlich kontrollieren. 

    Risikofaktoren

    Die wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 sind:

    • Übergewicht, insbesondere Bauchfett
    • Bewegungsmangel
    • ungesunde Ernährung (fett- und zuckerreich)
    • Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte
    • Nikotinkonsum und chronischer Stress
    • familiäre Vorbelastung

    Diabetes Typ 2 vorbeugen

    Unterstützung bei Diabetes Typ 2

    Gesundheitsdialog Diabetes – Ihr digitaler Begleiter

    Der „Gesundheitsdialog Diabetes“ ist ein innovatives multidisziplinäres Betreuungsprogramm der BVAEB für Menschen mit Prädiabetes sowie Diabetes Typ 2.

    Aktuell wird ein neues Behandlungskonzept erarbeitet, bei dem das 12-monatige Telemonitoring im Anschluss an einen Stoffwechsel-Reha-Aufenthalt in einer BVAEB-Einrichtung pilotiert wird.

    Ein Team aus Pflegefachkräften, Telemediziner*innen sowie Fachkräften aus weiteren Gesundheitsberufen begleitet die Menschen mit Prädiabetes beziehungsweise Diabetes Typ 2 während dieser Zeit. So erhalten die Teilnehmenden laufend Rückmeldung zu ihren Werten und werden dabei unterstützt, ihre Therapie eigenverantwortlich und sicher umzusetzen.

    Häufige Fragen (FAQ)

    Sie möchten Ihre Gesundheit aktiv in die Hand nehmen?

    Informieren Sie sich über den „Gesundheitsdialog Diabetes“ und erfahren Sie, welche Unterstützung die BVAEB für Menschen mit Prädiabetes und Diabetes Typ 2 bietet. XXX Mehr zu Gesundheitsdialog Diabetes

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