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Was passiert bei Diabetes Typ 2?
Bei Diabetes Typ 2 wirkt das Insulin im Körper zunehmend schlechter. Dadurch wird der Zucker nicht mehr ausreichend in die Körperzellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt. Man spricht hier von einer Insulinresistenz.
Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen, indem sie mehr Insulin produziert. Zunächst gelingt das, sodass der Blutzuckerspiegel noch im Normbereich bleibt. Mit der Zeit kann die Bauchspeicheldrüse den steigenden Bedarf jedoch nicht mehr ausreichend decken. Im Verhältnis zum Bedarf des Körpers steht zu wenig Insulin zur Verfügung und der Blutzuckerspiegel steigt.
Prädiabetes
Ist der Blutzuckerspiegel bereits erhöht, aber noch nicht so hoch, dass die Kriterien für einen Diabetes erfüllt sind, spricht man von Prädiabetes. Dieser Zustand ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, später einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln.
Prädiabetes tritt häufig in Verbindung mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auf. Die Kombination dieser Faktoren nennt man auch „metabolisches Syndrom“.
Wird Prädiabetes früh erkannt, lässt sich das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil deutlich senken. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine Gewichtsreduktion spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wollen Sie Ihr Diabetes-Risiko ermitteln, klicken Sie auf folgenden Link:
Diabetes erkennen
Diabetes Typ 2 und Prädiabetes werden anhand von Blutzuckerwerten festgestellt. Dafür stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung, darunter der Nüchternblutzucker, der Gelegenheitsblutzucker, der HbA1c-Wert und der orale Glukosetoleranztest (oGTT).
Der Nüchternblutzucker wird nach einer bestimmten Zeit ohne Nahrungsaufnahme gemessen.
Beim Gelegenheitsblutzucker erfolgt die Messung unabhängig davon, wann zuletzt gegessen wurde.
Der HbA1c-Wert wird auch als Langzeitblutzucker bezeichnet. Er gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der vergangenen zwei bis drei Monate.
Beim oralen Glukosetoleranztest (oGTT) wird untersucht, wie der Körper Zucker verarbeitet. Dazu wird eine Zuckerlösung getrunken und anschließend der Blutzucker erneut gemessen.
Symptome und Warnsignale ernst nehmen
Diabetes Typ 2 entwickelt sich häufig über Jahre und verursacht anfangs oft keine Beschwerden. Gerade deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Sie können erhöhte Blutzuckerwerte oder einen Prädiabetes erkennen, bevor Beschwerden auftreten.
Achten Sie dennoch besonders auf folgende Warnsignale:
Müdigkeit, Schwäche und Abgeschlagenheit
erhöhter Durst und häufiger Harndrang
verschwommenes Sehen, Sehtrübung, Schatten, Lichtblitze
juckende und trockene Haut
häufige Infektionen oder schlecht heilende Wunden
Gewichtsveränderungen
Treten diese Beschwerden häufiger auf, lassen Sie Ihren Blutzucker ärztlich kontrollieren.
Risikofaktoren
Die wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 sind:
- Übergewicht, insbesondere Bauchfett
- Bewegungsmangel
- ungesunde Ernährung (fett- und zuckerreich)
- Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte
- Nikotinkonsum und chronischer Stress
- familiäre Vorbelastung
Diabetes Typ 2 vorbeugen
1. Jährliche Vorsorgeuntersuchung
Die jährliche Vorsorgeuntersuchung kann erhöhte Blutzuckerwerte oder einen Prädiabetes frühzeitig erkennen. So können rechtzeitig Maßnahmen gesetzt werden, um das Risiko für Diabetes Typ 2 zu senken.
2. Regelmäßige Bewegung
Jede Bewegung zählt. Bereits regelmäßige Spaziergänge, Treppensteigen oder kurze Wege mit dem Fahrrad wirken sich positiv auf Ihre Gesundheit aus.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Bewegung sowie muskelkräftigende Übungen an zwei oder mehr Tagen.
Praktische Tipps:
- Bewegung in den Alltag integrieren – z. B. Treppe statt Lift oder kurze Wege zu Fuß zurücklegen.
- Eine Bewegungsform wählen, die Freude macht und langfristig beibehalten werden kann.
- Schon kleine Veränderungen können einen positiven Beitrag für Ihre Gesundheit leisten.
3. Ernährung bewusst gestalten
Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, das Risiko für Diabetes Typ 2 zu senken.
- Trinken Sie Wasser oder ungesüßte Getränke anstelle zuckerhaltiger Getränke.
- Essen Sie täglich reichlich Gemüse sowie regelmäßig Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
- Genießen Sie täglich ein bis zwei Portionen frisches Obst.
- Reduzieren Sie Zucker, Süßspeisen und Softdrinks.
- Bevorzugen Sie pflanzliche Fette, z. B. Raps-, Oliven- oder Walnussöl.
- Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung, damit Ihr Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.
4. Gewicht im Blick behalten
Schon kleine Veränderungen des Lebensstils können helfen, das Körpergewicht langfristig zu stabilisieren. Bereits eine moderate Gewichtsabnahme kann das Risiko für Diabetes Typ 2 senken.
5. Rauchfrei leben und Stress abbauen
Rauchen erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2 deutlich. Entspannungstechniken, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf helfen dabei, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten, unterstützt Sie die BVAEB mit dem Angebot „Rauchfrei“.
Unterstützung bei Diabetes Typ 2
Gesundheitsdialog Diabetes – Ihr digitaler Begleiter
Der „Gesundheitsdialog Diabetes“ ist ein innovatives multidisziplinäres Betreuungsprogramm der BVAEB für Menschen mit Prädiabetes sowie Diabetes Typ 2.
Aktuell wird ein neues Behandlungskonzept erarbeitet, bei dem das 12-monatige Telemonitoring im Anschluss an einen Stoffwechsel-Reha-Aufenthalt in einer BVAEB-Einrichtung pilotiert wird.
Ein Team aus Pflegefachkräften, Telemediziner*innen sowie Fachkräften aus weiteren Gesundheitsberufen begleitet die Menschen mit Prädiabetes beziehungsweise Diabetes Typ 2 während dieser Zeit. So erhalten die Teilnehmenden laufend Rückmeldung zu ihren Werten und werden dabei unterstützt, ihre Therapie eigenverantwortlich und sicher umzusetzen.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist Diabetes Typ 2?
Bei Diabetes Typ 2 wirkt das körpereigene Insulin zunehmend schlechter und gleichzeitig nimmt die Insulinproduktion ab. Dadurch kann Zucker nicht mehr ausreichend aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden und der Blutzuckerspiegel steigt dauerhaft an.
- Was ist Prädiabetes?
Bei Prädiabetes sind die Blutzuckerwerte bereits erhöht, erfüllen aber noch nicht die Kriterien für einen Diabetes. Er ist ein Warnsignal und geht mit einem erhöhten Risiko einher, später Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Durch einen gesunden Lebensstil kann dieses Risiko deutlich gesenkt werden.
- Woran erkenne ich Diabetes Typ 2?
Diabetes Typ 2 entwickelt sich häufig über Jahre und verursacht anfangs oft keine Beschwerden. Mögliche Warnsignale sind unter anderem Müdigkeit, starker Durst, häufiger Harndrang, verschwommenes Sehen, trockene oder juckende Haut sowie schlecht heilende Wunden. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung hilft, erhöhte Blutzuckerwerte frühzeitig zu erkennen.
- Wie kann ich Diabetes Typ 2 vorbeugen?
Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Körpergewicht können das Risiko für Diabetes Typ 2 senken. Auch Rauchverzicht und ein guter Umgang mit Stress sind wichtig. Bereits kleine Veränderungen im Alltag können einen positiven Beitrag leisten.
- Wie wird Diabetes Typ 2 festgestellt?
Diabetes und Prädiabetes werden anhand von Blutzuckerwerten festgestellt. Dafür stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung, zum Beispiel der Nüchternblutzucker, der HbA1c-Wert, der Gelegenheitsblutzucker oder der orale Glukosetoleranztest (oGTT).
Sie möchten Ihre Gesundheit aktiv in die Hand nehmen?
Informieren Sie sich über den „Gesundheitsdialog Diabetes“ und erfahren Sie, welche Unterstützung die BVAEB für Menschen mit Prädiabetes und Diabetes Typ 2 bietet. XXX Mehr zu Gesundheitsdialog Diabetes
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